Didaktisches Design an der Hochschule

Entwicklung und Dokumentation von Veranstaltungskonzepten

Laufzeit: 01.04.10 bis 31.12.12
Projektstatus: laufend
Projekttyp: Entwicklung, Implementation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Hochschule, Veranstaltungskonzepte

Ansprechpartner

Alexander Florian
Gabi Reinmann

Abstract

Mit dem Bologna-Prozess ist die Lehre wieder vermehrt in den Mittelpunkt der Hochschul-Diskussion gerückt. Allerdings dominieren Debatten um Leistungspunkte, „Workload“ und Module, während genuin didaktische Fragen weniger prominent platziert werden. Und doch sind es genau die didaktischen Fragen des Lehralltags, die nach einer Beantwortung drängen, soll die Qualität der Lehre wirklich besser werden.

Seit einem Jahrzehnt entwickeln und erproben wir für kleine und große Gruppen verschiedene Veranstaltungskonzepte. In diesen werden in der Regel auch digitale Medien integriert, ohne dass diese zwingend eine leitende Funktion übernehmen. Im Zentrum stehen Fragen der Gestaltung von Lehr-Lerninhalten einerseits und der Gestaltung von Aufgaben im weitesten Sinne andererseits.

In einem eigenen Projekt wollen wir nun damit beginnen, diese Konzepte sukzessive zu dokumentieren und online zugänglich zu machen. Auf diese Weise sollen interessierte Hochschullehrer/innen die Möglichkeit erhalten, die von uns bereits erprobten Konzepte kennenzulernen und eventuell selbst zu nutzen und/oder an eigene Erfordernisse anzupassen.

Das Projekt wird derzeit ohne externe Finanzierung von der Professur betrieben. Geplant sind Kooperationen mit anderen universitären Einrichtungen.

Digitale Medien in Lehre und Studium

Konzeption, Implementation, Evaluation und Dokumentation von Lern- und Forschungsmedien

Laufzeit: 01.04.10 bis 31.03.12
Projektstatus: laufend
Projekttyp: Entwicklung, Implementation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Digitale Medien, E-learning, Hochschule, Lehre, Pilotprojekt

Ansprechpartner

Alexander Florian

Abstract

Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und auch an Hochschulen zeigen sich hierfür vielfältige Potenziale für deren Einsatz in Forschung, Lehre und Studium. Mit diesem Projekt soll angeknüpft werden an Konzepte, welche diesbezüglich am Institut für Medien und Bildungstechnologie der Universität Augsburg erprobt wurden. Die dabei gewonnen Erfahrungen bilden die Basis, um die Situation an der Fakultät für Pädagogik der Universität der Bundeswehr München zu analysieren sowie darauf abgestimmt Szenarien zu entwickeln, Pilotprojekte durchzuführen und zu evaluieren. Geplant sind dabei u. a. folgende Vorhaben:

  • Implementation eines Learning Management Systems im Bachelor- und Master-Studiengang „Bildungswissenschaft, insbesondere interkulturelle, Medien- und Erwachsenenbildung“. Hintergrund hierfür bilden die Projekte „LMSNews“ (Abschlussbericht) und „Integration von Plattformen und Tools für Lehre und Studium an der Universität Augsburg“.
  • Erprobung eines E-Portfolio-Systems (weitere Informationen finden sich hier).
  • Einrichtung eines Umfrage-Tools. Zu dieser Idee hat Alexander Florian bereits am Innovationswettbewerb „betacampus“ der Universität Augsburg eine Projektförderung erhalten (weitere Informationen finden sich hier), wobei an der Professur für Lehren und Lernen mit Medien zunächst eine Variante umgesetzt werden soll, die vorerst die Fakultätsperspektive primär im Blick haben wird.

Ziel bei den unterschiedlichen Vorhaben ist nicht nur technische Realisierung, sondern insbesondere die mediendidaktische Konzeption sowie die Dokumentation der Implementationsprozesse. Darüber hinaus wird angestrebt, Kooperationen mit weiteren Einrichtungen der Universität der Bundeswehr zu München im Zuge dieser Pilotprojekte anzustoßen.

Dokumente

  • Zwischenbericht der IKIS-Projektgruppe "E-Learning" zur LMS-Erprobung an der UniBwM (November 2010).
  • Handout zur Präsentation der Tools der Professur für Lehren und Lernen mit Medien auf einem Workshop der IKIS-Projektgruppe "E-Learning" (Juni 2010).
  • Flyer und Folien im Rahmen einer uniweiten Informationsveranstaltung, bei der die AG E-Learning ILIAS als Instrument für technisch unterstützte Lehre an der UniBwM vorgestellt hat (Juni 2011).
  • Didaktische Handreichungen zum Einsatz von ILIAS an der UniBwM (Vorab-Version, Juli 2011).

Literatur

  • Florian, A. (2012). Einführung des Learning-Management-Systems ILIAS an der Universität der Bundeswehr München. e-teaching.org: Erfahrungsberichte. URL: http://www.e-teaching.org/praxis/erfahrungsberichte/einfuehrung-des-learning-managementsystems-ilias
  • Florian, A., Koch, M., Matzner-Vogel, N., Langer, U., Reinmann, G. & Teege, G. (2011). Technisch unterstützte Lehre. Pilotplattform des Learning Management Systems ILIAS steht zur Nutzung bereit. Hochschulkurier, 41, 32-33
  • Sippel, S., Kamper, M. & Florian, A. (2011). Studierende zur E-Portfolio-Arbeit befähigen. Erfordernis einer Einführung in Theorie und Praxis. zeitschrift für e-Learning, 6 (3), 8-19

Digitale Medien zum Forschen und Lernen

open study db

Laufzeit: 01.04.10 bis 31.03.12
Projektstatus: laufend
Projekttyp: Entwicklung, Evaluation, Implementation
Projekt-Inhalt: Wissensmanagement
Tags: forschendes Lernen, Hochschule, wissenschaftliches Arbeiten

Ansprechpartner

Alexander Florian

Abstract

Empirische Studien und deren Ergebnisse sind genuiner Bestandteil des Forschens. Mit diesen umgehen zu können, gehört zu den Fähigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens, wie sie in einem Studium vermittelt werden sollen. Beides ist in der Praxis wichtig, aber nicht immer leicht umzusetzen.

Das Projekt „open study db“ verfolgt das Ziel, ein Online-Instrument zu entwickeln und zu erproben, mit dem die Recherche empirischer Studien erleichtert und didaktisch fruchtbar gemacht werden kann. Die Kernidee fußt auf drei Prinzipien, nämlich

  • der systematischen Erfassung und Darstellung von Rechercheergebnissen,
  • der Verbindung geschlossener und offener Klassifikationssysteme bei der Erfassung und
  • der Teilung der so generierten Metadaten.

Informationen zu teilen, ist heute ohne großen Aufwand digital möglich. Eine kontrollierte Verschlagwortung (Taxonomie) lässt sich bereits seit vielen Jahren über Datenbank- und Content Management Systeme realisieren (Web 1.0). Daneben ist es aktuell sehr einfach, mit Social Boookmarking- und anderen Tools (Web 2.0) Inhalte individuell zu kennzeichnen (taggen) und kollaborativ zu klassifizieren (Folksonomy).

Indem die open study db sowohl unter einer didaktischen als auch unter einer forschungsbezogenen Zielsetzung genutzt werden kann, trägt es zur Verzahnung der Zielgruppen der Studierenden und Wissenschaftler bei. Die open study db ist so gesehen eine konkrete Möglichkeit, die beim forschenden Lernenden postulierte Gemeinschaft von Forschenden und Lernenden zu fördern und zumindest während der Phase der Recherche zu erleichtern.

Das Projekt wird derzeit ohne externe Finanzierung von der Professur betrieben. Bei der Erprobung werden wir mit der Professur für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie (Prof. Frank Fischer) an der Ludwig-Maximilians-Universität München kooperieren.

Literatur

  • Florian, A. (2011). Arbeits- und Lernumgebung „open study db“. Online-Plattform zur Sammlung empirischer Studien. Beitrag zur E-Learning Fachtagung Informatik (DeLFI 2011) der Gesellschaft für Informatik, Dresden.
  • Reinmann, G., Florian, A. & Schiefner, M. (2010). Open Study Review. Forschen und Lernen bei der Recherche und Bewertung von empirischen Befunden. In S. Mandel, M. Rutishauser & E. Seiler Schiedt (Hrsg.), Digitale Medien für Lehre und Forschung (S. 341-352). Münster: Waxmann.

E-Portfolios an der Hochschule

Förderung von E-Portfolio-Kompetenz

Laufzeit: 01.04.10 bis 30.09.11
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Entwicklung, Evaluation, Implementation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design, Online-Coaching
Tags: E-Portfolio, Hochschule, Kompetenz, VHB
Webseite: portfolio-kurs.de

Ansprechpartner

Alexander Florian
Jan-Mathis Schnurr
Marianne Kamper
Silvia Hartung

Abstract

Immer mehr Bildungsinstitutionen, auch Universitäten und Fachhochschulen, setzen auf die positiven Wirkungen von E-Portfolios – als Instrument der individualisierten Steuerung und Beurteilung des (Selbst-)Studiums sowie als Methode des „assessment for learning“. Ein Schwachpunkt in der E-Portfolio-Praxis sind bislang die Bereitschaft sowie das Wissen und Können der Lernenden, die in der Regel weder über die Voraussetzungen noch über die potenziellen Schwierigkeiten (vor allem bei der Selbstreflexion) ausreichend informiert sind.

Das Projekt „Förderung von E-Portfolio-Kompetenz“ setzt genau hier an und will über die Entwicklung eines Online-Kurses in zweifacher Hinsicht Abhilfe schaffen:

  • Zum einen soll das Defizit an Hintergrundinformationen und Wissen über E-Portfolios inklusive Nutzen und Grenzen geschlossen werden – ein Defizit, das die eigene E-Portfolio-Arbeit beeinträchtigen kann bzw. ein reaktives Abarbeiten von extern vorgegeben Portfolio-Aufgaben begünstigt.
  • Zum anderen soll das Problem der Selbstreflexion ernst genommen und daher ein didaktisches Vorgehen gewählt werden, das die Studierenden zunächst davon entlastet, einen Einstieg in die E-Portfolio-Arbeit über die Reflexion der eigenen Person zu praktizieren. Dies wird über die Übernahme von Rollen versucht.

Als technische Grundlage wird die E-Portfolio-Software Mahara herangezogen. Hierzu entwickelt sich aktuell ein Austausch mit dem Medienzentrum der TU München, dem Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien der Donau-Universität Krems und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft München.

Es handelt sich um ein von der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) gefördertes Entwicklungsprojekt, für das Partner der Hochschule für Angewandte Wissenschaft München (Prof. Dr. Patricia Arnold), der Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Wilbers) und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Prof. Dr. Sembill) gewonnen werden konnten. Die Professur ist Initiator und Hauptentwickler, Projekt-Koordinator in der Antragsphase war Alexander Florian, Projekt-Leiterin in der Durchführung ist Marianne Kamper. Geplant sind nach der Entwicklung sowohl formative als summative Evaluationsstudien.

Literatur

vhb-Kurs "Einführung in die qualitative Sozialforschung"

Entwicklung und Erprobung einer onlinegestützten Methodenausbildung

Laufzeit: 01.01.09 bis 30.09.09
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Entwicklung
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Fallaufgaben, Feedback, Hochschule, Kollaboration, Podcasts
Webseite: qsf.e-learning.imb-uni-augsburg.de

Ansprechpartner

Alexander Florian
Silvia Hartung

Abstract

Angesichts der Tatsache, dass viele Studierende in den Erziehungs-/Sozialwissenschaften in ihren Abschlussarbeiten qualitativ forschen, sollte die Vermittlung fundierter Kenntnisse qualitativer Methoden Bestandteil des Studiums sein. Bisher liegt der Fokus in den meisten Studiengängen aber auf quantitativen Methoden; häufig werden gar keine Angebote zur Einführung in qualitative Methoden gemacht. Der vhb-Kurs "Einführung in die qualitative Sozialforschung" wurde von der Professur für Medienpädagogik der Universität Augsburg in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Pädagogik III der Universität Regensburg entwickelt, um diese Lücke zu schließen. Der reine E-Learning-Kurs ist über die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) einer Vielzahl an Studierenden (bayerischer) Hochschulen zugänglich.

Die Entwicklung basierte auf dem bereits zuvor von der Professur für Medienpädagogik eingesetzten Blended-Learning-Kurs "Einführung in die qualitative Sozialforschung". Dieser folgt dem Grundgedanken, dass Studierende nur dann in der Praxis einsetzbares Wissen erlangen, wenn neben der Vermittlung des theoretischen Rüstzeugs auch die Anwendung des Gelernten Bestandteil des Lern- und Assessment-Prozesses ist (Mix aus Instruktion und Konstruktion). Dies wird erreicht durch die Integration der authentischen Partneraufgaben in Form eines mehrstufigen formativen Assessments (Assessment for Learning) mit umfangreichem Feedback. So ergeben sich vielfältige Lernchancen für die Studierenden.

Studierenden fällt es oft nicht leicht, die persönliche Relevanz von Forschungsmethoden zu erfassen. Dies gilt auch und insbesondere für reine E-Learning-Veranstaltungen, in denen Dozenten nicht die Chance haben, das Interesse der Studierenden in Präsenzveranstaltungen zu entfachen. Die Lernumgebung bietet aus diesem Grund Podcasts, Anwendungsbeispiele sowie Literatur- und Linktipps als Vertiefungsmöglichkeiten. Die Podcasts verdeutlichen den Studierenden die Relevanz der Kursinhalte sowie die Ziele und Grenzen des Kurses, liefern wichtige Hinweise zur Aufgabenbearbeitung und thematisieren bereits vorab mögliche Schwierigkeiten. Anwendungsbeispiele finden sich z. B. in Form passender Studien. Auch bereits in der studentischen Online-Zeitschrift w.e.b.Square veröffentlichte Abschlussarbeiten liefern Anker. Ausgewählte Literatur- und Linktipps geben die Chance, einen Blick über den Tellerrand des Studientextes hinaus zu werfen.

Technisch realisiert wird die Lernumgebung auf zwei Plattformen: Drupal (medial aufbereitete Lerninhalte) und (im WiSe 2009/2010) Stud.IP (Kursverwaltung sowie Kommunikation und Kollaboration). Die Lernumgebung steht als Open Educational Resource kostenfrei im Netz zur Verfügung.

Der Kurs wird weiterhin von der vhb angeboten. Durchgeführt wird er vom Institut für Medien und Bildungstechnologie der Universität Augsburg. weitere Informationen zu diesem Kurs finden sich hier.

Literatur

Emotionen beim Lernen mit digitalen Medien

Entwicklung und Erprobung von Emotionsinstrumenten

Laufzeit: 01.01.04 bis 31.12.09
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Entwicklung, Evaluation, Implementation
Projekt-Inhalt: Online-Coaching
Tags: E-Portfolio, emotionale Kompetenz, Hochschule, Self-Assessment

Ansprechpartner

Gabi Reinmann

Abstract

Emotionen beim Lernen mit digitalen Medien sind ein vergleichsweise wenig untersuchtes Phänomen. Speziell Forschungsarbeiten, die sich der Frage stellen, wie man technologiebasiert emotionale Prozesse beim Lernen beeinflussen kann, gibt es kaum.

Literatur

  • Reinmann-Rothmeier, G. (2003). Die Vergessenen Weggefährten des Lernens: Herleitung eines Forschungsprogramms zu Emotionen beim E-Learning (Arbeitsbericht Nr. 1). Augsburg: Universität Augsburg, Medienpädagogik. URL: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_01.pdf (April 2010).
  • Reinmann, G. (2004). Die vergessenen Weggefährten des Lernens: Emotionen beim eLearning. In H.O. Mayer & D. Treichel (Hrsg.), Handlungsorientiertes Lernen und eLearning (S. 101-118). München: Oldenbourg.
  • Reinmann, G. (2005). Gestaltung von E-Learning-Umgebungen unter emotionalen Gesichts-punkten. In D. Euler & S. Seufert (Hrsg.), E-Learning in Hochschulen und Bildungszentren (S. 351-371). München: Oldenbourg.
  • Reinmann, G., Vohle, F., Mansmann, V. & Häuptle, E. (2005). Entwicklung und Evaluation einer E-Learning-Umgebung zur Schulentwicklung. Beiträge zur Lehrerbildung, 23 (1), 6-21.
  • Reinmann, G., Vohle, F. & Zange, Ch. (2006). Onlinebarometer. Ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung beim E-Learning. In E. Seiler Schiedt, S. Kälin & Ch. Sengstag (Hrsg.), E-Learning – alltagstaugliche Innovation? (S. 141-151) Münster: Waxmann.
  • Metscher, J. (2007). Interaktive Selbstdiagnose von Emotionen beim E-Learning. Interdisziplinäre Entwicklung einer flashbasierten Webapplikation (eSAMB). Bachelorarbeit. Universität Augsburg. URL: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/metscher2007interaktive.pdf (April 2010).
  • Greder-Specht, Ch. (2009). Emotionen im Lernprozess. Eine qualitative Studie zur Erkundung der Beziehung zwischen Emotionen und Wirkungseinschätzungen von Teilnehmenden einer Weiterbildung basierend auf einem entwickelten Instrument zur Abbildung emotionaler Lernverfassungen. Hamburg: Verlag Dr. Kovač.
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