Tamara Ranner, 11.06.11

Videoeinsatz in der Fahrlehrerausbildung (ViFa)

Koordination und wissenschaftliche Begleitung einer Professional Pattern-Community in der Fahrlehrerausbildung

Laufzeit: 01.06.11 bis 30.11.12
Projektstatus: laufend
Projekttyp: Entwicklung, Evaluation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design, Wissensmanagement
Tags: Berufsbildung, Community, Fahrlehrerausbildung, Videotechnologie

Ansprechpartner

Tamara Ranner

Abstract

Fahrlehrer sind mit hohen pädagogisch-didaktischen Anforderungen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit konfrontiert: Sie müssen Fahrschülern einerseits Fertigkeiten zum Führen eines Fahrzeugs und andererseits Wissen, Können und Einstellungen für ein sicheres, verantwortungsvolles und umweltbewusstes Fahren vermitteln. Die zentrale Aufgabe der Fahrlehrerausbildung ist es somit, ein hohes Maß an Lehrkompetenz bei den angehenden Fahrlehrern zu fördern. Sowohl in Fahrlehrerausbildungsstätten als auch in Ausbildungsfahrschulen werden bereits vielerorts und seit Langem Videotechnologien (unter Nutzung unterschiedlichster Systeme) eingesetzt. Was über die Videoaufnahme von Ausbildungssituationen hinaus mit diesem wertvollen Lehr-Lernmaterial speziell in Bezug auf den Aufbau von Lehrkompetenz geschieht, ist weitgehend offen: In der Regel werden die zahlreich vorhandenen didaktischen Potenziale videografierten Materials nicht oder kaum genutzt. In der Folge mangelt es an Standards für gute Praxis zur videobasierten Förderung der praktischen Komponente der Lehrkompetenz, die wiederum für eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung notwendig sind. Eine zur Verbesserung der Ausbildungsqualität mögliche Lernortkooperation erfolgt nur in Einzelfällen.

Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt „Videoeinsatz in der Fahrlehrerausbildung“ (ViFa) geht dieses Problem an. Der didaktische Kern des Projekts liegt darin, die an der Fahrlehrerausbildung beteiligten Fahrausbildungsstätten und Ausbildungsfahrschulen zu einer gezielten Kooperation und Kollaboration zu Fragen des Einsatzes von Video in der Fahrlehrerausbildung anzustoßen, zu begleiten und zu etablieren. Ziel ist es, Standards durch Kommunikation und Kooperation zu erarbeiten, die den Videoeinsatz in der Ausbildung sowohl erleichtern (indem Mindeststandards festgelegt werden) als auch qualitativ verbessern (indem neue Entwicklungen angestoßen werden). Hierzu soll eine internetgestützte Professional Community für Ausbilder aufgebaut werden, die thematisch auf videogestützte Lehrkompetenzförderung unter Nutzung gängiger Web 2.0-Software eingegrenzt ist.

Die Professur ist der wissenschaftliche Partner des Projekts ViFa und zuständig für die wissenschaftliche Koordination und Begleitung. Infolge der im Projekt engagierten eher kleinen Zielgruppe werden ein vorrangig qualitatives Forschungsdesign und insbesondere non-reaktive Verfahren (Online-Beobachtung) eingesetzt.

Praxispartner des Projekts ViFa ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fahrlehrerausbildungsstätten e.v. (BAGFA) und das Verkehrsinstitut München Hunger GmbH. Daneben wirken weitere Fahrlehrerausbildungsstätten am Projekt mit. Unterstützt wird das Projekt zudem von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. (BVF).

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Das dieser Beschreibung zugrundeliegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung un Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PF08028BA gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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