Doktoranden

Die Professur für Lehren und Lernen mit Medien betreut in der Regel 10 bis 12 Doktoranden. Die Gruppengröße schwankt in Abhängigkeit davon, in welchen Zeiträumen einzelne Dissertationen fertig gestellt werdem. Aktuell promovieren folgende Personen an der Professur:

Tamara Bianco
Arbeitstitel: Narrative Podcasts in der Hochschullehre - eine studentische Medienproduktion: Können narrative Podcasts dazu beitragen, dass Studieninteressenten zur weiteren Informationsbeschaffung über den Kontext Universität angeregt werden? Eine wissenschaftliche Begleitforschung des Projekts KaffeePod der Universität Augsburg.
Kurzbeschreibung: In der Arbeit wird die wissenschaftliche Begleitung des Projekt "KaffeePod" dargestellt. Es handelt sich um ein Projekt, in dem Studierende im Rahmen des Studiums "Medien und Kommunikation" der Universtiät Augsburg narrative Podcasts u.a. für Studieninteressenten produzieren. Es wird gezeigt, welchen Verlauf das Projekt für Rezipienten und Produzenten der Podcasts nimmt und welchen Einfluss narrative Podcasts zur Informationsbeschaffung im Rahmen der Recherche zur Universität haben können.

Detlev Bieler
Arbeitstitel: Online-Lerntheater: Neue Möglichkeiten durch die Übertragung einer alten Kulturtechnik auf den virtuellen Lehr- und Lernraum
Kurzbeschreibung: Das Theater ist erfolgreich, indem es Mittel wie Emotionen, Visualisierung, Imagination und Dramaturgie sowie Kontext, Raum und Zeit nutzt. In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob sich diese Mittel in einer Art Wissensinszenierung für das selbstgesteuerte Online-Lernen eignen und ob sie eine Nähe zu didaktischen Maßnahmen aufweisen und somit anschlussfähig sind zur Gestaltung von Selbstlernumgebungen. Erstes Ziel der Arbeit ist die theoretische Fundierung des Potenzials des Theater-Konzepts anhand einer Literaturstudie, um Argumente für die Nutzung der Theaterprinzipien zur Gestaltung von Online-Lernangeboten herzuleiten. Das zweite Ziel ist die Analyse eines Online-Lerntheater-Prototyps und dient der Überprüfung der Theoriearbeit und einer ersten Konkretisierung der theoretischen und praktischen Erkenntnisse. Das dritte Ziel ist die Entwicklung eines theoretischen Modells und von Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Online-Selbstlernumgebungen als mediendidaktische Variante.

Hannah Dürnberger
Arbeitstitel: Kompetenzentwicklung mit neuen Medien
Kurzbeschreibung: Der Lernprozess, der beim Verfassen der Abschlussarbeit durchlaufen wird, ist einer der prägendsten des ganzen Studiums – nicht nur in Bezug auf die Inhalte, mit denen man sich noch nie zuvor so tief auseinandergesetzt hat, sondern ebenso in Bezug auf überfachliche Kompetenzen. Durch den intensiven Lernprozess bieten sich aus (medien-)didaktischer Sicht vielerlei Chancen, die Kompetenzentwicklung hier noch zu unterstützen und das Verfassen einer Bachelorarbeit nicht nur aus fachlicher, sondern auch aus überfachlicher Sicht zu einem gewinnbringenden Ereignis werden zu lassen. Die Dissertation hat sich zum Ziel gesetzt, ein mediendidaktisches Konzept für ein Bachelor-Kolloquium zu entwickeln. Ziel ist es, basierend auf den Erkenntnissen zum forschenden Lernen, zur Unterstützung der Schlüsselkompetenzentwicklung und zu medienbasiertem Lernen Gestaltungsempfehlungen abzuleiten, die in einem nächsten Schritt empirisch überprüft werden.

Cornelia Graupner-Küsel
Arbeitstitel: Förderung einer positiven Selbstwahrnehmung durch eine Online-Lernumgebung in der therapeutischen Nachbetreuung von Betroffenen einer Essstörung.
Kurzbeschreibung: Die Dissertation setzt sich mit der Selbstwahrnehmung bei Essstörungen auseinander, da diese eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Erkrankung spielt und häufig verzerrt ist. Darum scheint es sinnvoll, eine Lernumgebung zu entwickeln, die Betroffene einer Essstörung darin unterstützt, eine positive Selbstwahrnehmung nach einer stationären Therapie weiter aufzubauen. Hierfür soll eine interdisziplinäre Verknüpfung von lernpsychologischen und pädagogisch-didaktischen Ansätzen im Kontext der Selbstwahrnehmung bei Essstörungen stattfinden, um diese Erkenntnisse dann in der Entwicklung einer Online-Lernumgebung umzusetzen und zu erproben.

Silvia Hartung
Arbeitstitel: "Lehrreiche" Assessments im E-Learning: Feedbacks gestalten und deren Rezeption unterstützen
Kurzbeschreibung: Die Promotion hat das übergeordnete Ziel, Lehrenden Materialien und Entscheidungshilfen zur Verfügung zu stellen, die ihnen die Auswahl einer zum Assessment passenden Feedback-Form erleichtern. Darüber hinaus werden in der Dissertation Instrumente zur Unterstützung des Rezeptionsprozesses auf Seiten der Lernenden entwickelt. Die Gestaltung der Materialien findet theoriegeleitet statt und wird durch eine eigene empirische Studie (Erprobung der Materialien und Instrumente in E-Learning-Veranstaltungen; Entwicklungsforschung) gestützt.

Wolf Hilzensauer
Arbeitstitel: Verbesserung der Lehr- und Unterrichtskompetenz durch webbasierte Videoreflexion
Kurzbeschreibung: Das  vorliegende Projekt beschreibt ein Modell, wie mit Hilfe eines webbasierten Videoannotations- und –reflexionswerkzeuges die Begleitung der schulpraktischen Studien unterstützt werden kann und dadurch die Entwicklung der Planungs- und Evaluationskompetenz (als Basis der Lehr- und Unterrichtskompetenz) von Lehramtsstudierenden verbessert werden kann.
Zu diesem Zweck wird eine Online-Umgebung (edubreak®) vorgestellt, die neben der Videoannotation auch einen Kompetenzdokumentationsbereich (Portfolio) beinhaltet, mit dessen Hilfe es möglich ist, die schulpraktischen Aktivitäten online (und damit asynchron) zu betreuen. Die Zielsetzung des Projektes ist dabei auf zwei Ebenen angesetzt: Zum Einen soll durch die ganzheitliche Erfassung der Lehr- und Unterrichtsaktivitäten (Betreuung vor Ort, Aufnahme und Reflexion von Videosequenzen, Reflexion und Feedback im Portfoliobereich, ...) eine Verbesserung der individuellen Lehr- und Unterrichtskompetenzen erreicht werden. Zum Anderen soll das Modell (sowie das Tool) auf seine Brauchbarkeit hinsichtlich eines breiten Einsatz an Pädagogischen Hochschulen im Bereich der Schulpraxisbetreuung untersucht/evaluiert werden.

Sandra Hofhues
Arbeitstitel: Lernen durch Kooperation: Potenziale der Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen am Beispiel eines Schule-Wirtschaft-Projekts
Kurzbeschreibung: Die Dissertation „Lernen durch Kooperation“ nimmt ihren Ausgang bei der Evaluation des Projekts business@school, die im Jahr 2007 bei der Professur für Medienpädagogik der Universität Augsburg in Auftrag gegeben und im Frühjahr 2009 mit der Publikation der zentralen Ergebnisse beendet wurde. Das Forschungsdesign umfasst formative und summative Komponenten, wobei mit quantitativen, aber auch mit qualitativen Verfahren zur Analyse der Hauptzielgruppen (Schüler, Lehrer, Unternehmensmitarbeiter, Schulleiter) gearbeitet wird. Durch die Betrachtung der wichtigsten Projektbeteiligten und durch den interdisziplinären Zugang sollen Implikationen für das Lernen durch Kooperation am Beispiel der ökonomischen Bildung abgeleitet werden.

Diana Jurjevic
Arbeitstitel: Eignung von Social-Tagging-Systemen für die Informationssuche im Internet
Kurzbeschreibung: Die Entwicklung und Anwendung einer nutzerorientierten Methode zur Evaluation von Social Tagging-Systemen im Hinblick auf ihre Eignung zur Informationserschließung und Informationssuche im Internet. Die Erkenntnisse werden genutzt, um Anregungen für eine bessere Unterstützung von Nutzenden bei der Verwendung von Suchmaschinen zur Verfügung zu stellen.

Marianne Kamper
Arbeitstitel: Videoreflexion im Instrumental- und Gesangsunterricht an Hochschulen
Kurzbeschreibung: Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz internetgestützter Videoreflexion im Hauptfachunterricht an Musikhochschulen, insbesondere mit den Inhalten sowie den Eigenschaften der Reflexionen von Studierenden und Lehrenden. Im Rahmen eines einjährigen Projekts am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg (Studienjahr 2011-2012) werden neben der wissenschaftlichen Begleitung in verschiedenen Instrumental- und Gesangsklassen auch didaktische Konzepte zum Einsatz der Videoreflexion erprobt und angepasst.

Oliver Kühner
Arbeitstitel: Blended Coaching bei Projektarbeit im berufsbegleitenden Studium
Kurzbeschreibung: Im Studium spielen neben Fach- und Methodenwissen, in der Regel abgefragt durch Klausuren, weitere Faktoren eine besondere Rolle, damit ein Studium erfolgreich abgeschlossen wird. Gerade im berufsbegleitenden Studium, wesentlich geprägt durch Selbstlernphasen, Projektarbeiten und das Erstellen von wissenschaftlichen Arbeiten, werden hohe Anforderungen an die Studenten gestellt. Gilt es doch für die Studenten sich selbst zu führen, auf die eigene Motivation zu achten und Hürden wie Lern- oder Schreibblockaden zu überwinden. Hierbei kann ein Coaching-Angebot die Studenten wesentlich unterstützen, um geforderte Leistungen zu erzielen. Das Promotionsprojekt von Herrn Kühner untersucht, wie ein Blended Coaching-Konzept zu gestalten und zu implementieren ist, um berufsbegleitend Studierende bei ihren selbstständig durchzuführenden Projektarbeiten im Rahmen ihres Studiums erfolgreich zu unterstützen.

Tamara Ranner
Arbeitstitel: Potenziale von internetgestützter Videoreflexion für die Fahrlehrerausbildung
Kurzbeschreibung: Die Arbeit untersucht am Beispiel des EU-Projektes „Driver Instructor Education 2.0“, welche Potenziale der Einsatz der internetgestützten Videoreflexion für die Fahrlehrerausbildung (im Speziellen für die Lehrkompetenzförderung) hat. Anhand der Daten aus dem Projekt wird in einer Fallstudie empirisch untersucht, wie sich das Konzept zum Einsatz der internetgestützten Videoreflexion in der Aus- und Weiterbildung von Fahrlehrern implementieren lässt (in verschiedenen Kontexten wie Fahrlehrerausbildungsstätten, Ausbildungsfahrschulen, unterschiedlichen Ländern) und welche personalen Wirkungen (für Fahrlehreranwärter, Fahrlehrer, Ausbilder) sowie organisationalen und kulturellen Veränderungen sich dadurch zeigen.

Mandy Rohs
Arbeitstitel: Kritische Informations- und Medienkompetenz im Hochschulstudium. Theoretisch-konzeptionelle Überlegungen und erste empirische Betrachtungen am Beispiel der Lehrerausbildung
Kurzbeschreibung: Die Dissertation setzt sich mit kritischer Informations- und Medienkompetenz und deren möglicher Integration in die Hochschulbildung am Beispiel der Lehrerbildung auseinander. Dabei geht es um eine theoretische Konzeptualisierung gesellschaftlich relevanter Bildungsziele. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zusammenführung unterschiedlichster Konzepte zum Bereich Medien und Kritik aus verschiedenen (Teil-)Disziplinen. Ausgehend davon widmet sich die Arbeit der Analyse kritischer Informations- und Medienkompetenz zum einen aus Sicht der Studierenden und Lehrenden der Lehrerausbildung. Zum anderen werden die strukturellen Voraussetzungen zur kritischen Informations- und Medienkompetenzförderung exemplarisch untersucht. Ziel ist es, mit diesem Vorgehen den Blick auf eine akademische Medienkompetenz über technische Anwenderschulungen und Propädeutika zu weiten und speziell für die Lehrerausbildung fruchtbar zu machen, um auf diesem Wege die allseits geforderte Medienkompetenzentwicklung an Schulen umsetzen und verbessern können.

Jan-Mathis Schnurr
Arbeitstitel: Unwahrheit im Netz. Aufgrund welcher Merkmale werden unwahre Inhalte in Social-Networking-Sites erkannt?
Kurzbeschreibung: Social-Networking-Sites (SNS) haben es in den letzten Jahren erheblich vereinfacht, eigene Gedanken mit persönlichen Kontakten oder der ganzen Welt zu teilen. Sie bringen eine Veränderung des Kommunikationsverhaltens mit sich: Leichtgewichtige Werkzeuge machen die Kommunikation einfacher, bringen kürzere Texte hervor, beschleunigen den Austausch und reichen Information mit einem sozialen Kontext an. Bringen diese Veränderungen des Kommunikationsverhaltens auch Veränderungen der Wahrscheinlichkeit mit sich, mit der Unwahrheit im Netz entdeckt wird? Das Promotionsvorhaben geht der Frage nach, aufgrund welcher Merkmale unwahre Informationen in SNS entdeckt werden.

Markus Steidle
Arbeitstitel: Mobile Communities für Automobilhersteller. Grundlagen, Potenziale und Bewertung
Kurzbeschreibung: Die Dissertation beschäftigt sich mit Mobilen Communities im Kontext von Automobilherstellern. Die Arbeit verfolgt dabei zwei Ziele. Zum einen erarbeite ich die Potenziale Mobiler Communities für Automobilhersteller, aufbauend auf den theoretischen Grundlagen und eigenen empirischen Erhebungen. Zum anderen entwickle ich eine Bewertungsmethode, die eine Evaluation Mobiler Communities erlaubt. Im ersten Schritt wird dafür ein theoretisches Grundgerüst entwickelt werden, das als Grundlage für die folgenden empirischen Schritte dienen wird. In Experteninterviews, Fallanalysen und einer Online-Umfrage werden dann Aussagen über Mobile Communities erarbeitet werden. Die Ergebnisse werden abschließend zusammengefasst und in ein Modell überführt, das zur Bewertung Mobiler Communities dient.