Analyse

Datenschutz und Persönlichkeitsrechte in Social Networks, Foren & Co.

Problembewusstsein von jungen Nutzern und Konsequenzen für medienpädagogisches Handeln

Laufzeit: 01.12.10 bis 29.02.12
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Analyse
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Datenschutz, Privatsphäre, Social Web

Ansprechpartner

Gabi Reinmann
Jan-Mathis Schnurr
Silvia Hartung

Abstract

Das Social Web ist aus der Medienwelt Jugendlicher heute nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Social-Networking-Sites erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und sind fester Bestandteil der Alltagswelt geworden. Es ist zu beobachten, dass Jugendliche und junge Erwachsene im Social Web vergleichsweise offen mit den eigenen und den personenbezogenen Daten anderer umgehen. Die Konsequenzen und Risiken, die ein unreflektierter Umgang mit persönlichen Daten mit sich bringt, sind vielfältig und kaum absehbar. Es ist wahrscheinlich, dass die Veränderungen in der Medienlandschaft auch Veränderungen der Bedeutung von Privatsphäre und Datenschutz mit sich bringen. Eventuell kommt es gerade bei jungen Internetnutzern zu einer Verschiebung dessen, welche Informationen als privat gelten sollten und welche nicht.

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) möchte in einer umfassenden Studie dieses Phänomen näher beleuchten. Welche Bedeutungskonzepte von Privatheit und Öffentlichkeit haben Jugendliche und junge Erwachsene? Was wissen die Digital Natives über Risiken und Konsequenzen der Social Web-Nutzung? Welche Relevanz ordnen sie den möglichen Gefahren zu und wie beeinflussen das Wissen und die Einstellungen das Handeln bei der Social Web-Nutzung? Ziel ist es, mit Hilfe der Studie Eltern und Pädagogen für die Herausforderungen und Möglichkeiten der Medienwelten Jugendlicher zu sensibilisieren, um Jugendliche adäquat bei ihrer Nutzung der digitalen Medien zu begleiten. Zur Beantwortung der Fragestellungen wird auf eine Kombination qualitativer und quantitativer Methoden zurückgegriffen.

Die Universität der Bundeswehr München (Professur für Lehren und Lernen mit Medien) übernimmt den qualitativen Part der Studie. In diesem wird zunächst in 24 Einzelinterviews mit jungen Menschen ausdifferenziert, welchen Stellenwert Jugendliche und junge Erwachsene der Privatsphäre zuschreiben und inwiefern sie diese als schützenswertes Gut betrachten. Um zu explorieren, über welches Wissen Eltern, Pädagogen und weitere gesellschaftliche Entscheider als Voraussetzung für adäquates Handeln gegenüber Jugendlichen verfügen sollten, werden von der UniBwM zusätzlich 12 Experteninterviews durchgeführt. Die Ergebnisse der qualitativen Studie fließen in eine quantifizierende, standardisierte Online-Befragung ein, die von der Universität Hohenheim geleistet wird.

Das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Michael Schenk setzt sich interdisziplinär aus Kommunikationswissenschaftlern der Universität Hohenheim und Prof. Dr. Gabi Reinmann, Bildungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Medien der Universität der Bundeswehr München, zusammen. Außerdem ist eine Beratung in medienrechtlichen Fragen sichergestellt.

Blended Learning in der Lehrerfortbildung

Evaluation des Intel®-Aufbaukurses

Laufzeit: 01.01.05 bis 31.12.08
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Analyse, Evaluation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Lehrerfortbildung, Medieneinsatz, Schule
Webseite: www.imb-uni-augsburg.de/medienpaedagogik/aufbaukurs-evaluation

Ansprechpartner

Alexander Florian

Abstract

Ein kompetenter Umgang mit den neuen Medien ist für Lehrende und Lernende in der Schule gleichermaßen ein „Muss“. Der Einsatz der neuen Medien in der Lehrerfortbildung – in Form von E-Learning und Blended Leraning – ist dann nur eine logische Konsequenz. Nach der weltweiten Fortbildungsinitiative „Intel® Lehren für die Zukunft“ wurde mit dem Aufbaukurs „Intel® Lehren für die Zukunft – online trainieren und gemeinsam lernen“ ein Nachfolge-Angebot entwickelt (Internet: http://aufbaukurs.intel-lehren.de). Zugrunde liegt ein Blended-Learning-Konzept, in dem kooperative Präsenz- und Online-Phasen kombiniert werden. Zentral ist eine Lernplattform, die Anregung, Unterstützung und Austauschmöglichkeit für die Unterrichtsplanung bietet. Zusätzlich stehen ein Software-Paket und ein Handbuch zur Verfügung. Ziele des Aufbaukurses sind: a) Stärkung von Methoden- und Medienkompetenz der Lehrenden. b) Förderung des Einsatzes offener Lernformen im Unterricht einschließlich Individualisierung und Differenzierung. c) Kooperatives Lernen, Aufbau von Teamfähigkeiten und Anpassung von Unterrichtsbeispielen an den eigenen Unterricht. d) Unterstützung von Schulentwicklungsprozessen.

Ziel des Kooperationsprojekts mit der Intel® Education Group und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen (Referat Virtuelle Lehrerfortbildung) war es, den Aufbaukurs zu evaluieren. Im Sinne einer Qualitätsentwicklung wurde dabei ein aktiver Optimierungsprozess initiiert, der zugleich theoretisch fundiert und empirisch rückgekoppelt stattfand. Wesentlich war hierbei die pädagogische und mediendidaktische Analyse des Blended-Learning-Konzepts sowie der eingesetzten Lernplattform samt deren Module (Projekt-Seite Aufbaukurs-Evaluation). In einer späteren Phase der Evaluation (Folge-Studie) lag der Fokus auf der Bestimmung von Nachhaltigkeitsfaktoren (Projekt-Seite Aufbaukurs-Folgestudie).

Das Forschungsdesign der Evaluation(en) umfasste sowohl formative Komponenten (Prozessanalyse) als auch summative Komponenten (Ergebnisanalyse), wobei mit quantitativen, aber auch mit qualitativen Verfahren gearbeitet wurde. Hierfür wurden unterschiedliche Instrumente eingesetzt, vor allem Online-Befragungen und Interviews sowie Fall-Studien vor Ort. Zusätzlich wurden inhaltliche und technische Komponenten für den Aufbaukurs entwickelt.

Die Ergebnisse liegen als Publikation vor, zudem ist eine Dissertation entstanden. Daneben wurden ein Zeitschriftenbeitrag und diverse Arbeitsberichte veröffentlicht.

Literatur

  • Reinmann, G.; Florian, A.; Häuptle; E. & Metscher, J. (2009). Wissenschaftliche Begleitung von Blended Learning in der Lehrerfortbildung. Münster: Monsenstein und Vannerdat. (Online: http://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/volltexte/2009/1424/, Stand: 18.08.2009)
  • Häupte, E., Metscher, J. & Reinmann, G. (2009). Dokumentation zur Entwicklung des Evaluationsinstruments »Reporting-System« im Rahmen des Intel® Lehren — Aufbaukurs Online (Arbeitsbericht Nr. 22). Augsburg: Universität Augsburg. (Online: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_22.pdf, Stand: 02.05.2010)
  • Florian, A. (2009). Digitale Medien in der Lehrer(fort)bildung. Potenziale für medienpädagogische Professionalisierung. Beitrag zur Herbsttagung 2009 der Kommission Medienpädagogik in der DGfE. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung: Bildungs- und Lernprozesse mit (digitalen) Medien in der Schule und medienpädagogische Professionalisierung, Dortmund.
  • Florian, A. (2008). Blended Learning in der Lehrerfortbildung. Evaluation eines onlinegestützten, teambasierten und arbeitsbegleitenden Lehrerfortbildungsangebots im deutschsprachigen Raum. (Online: http://www.opus-bayern.de/uni-augsburg/volltexte/2008/1223/, Stand: 16.09.2008)
  • Häuptle, E.; Reinmann, G. & Florian, A. (2008). Nachhaltigkeit von Medienprojekten in der Lehrerfortbildung: Abschlussbericht zur Evaluation des Blended Learning Lehrerfortbildungsprogramms „Intel® Lehren – Aufbaukurs Online“. (Arbeitsbericht Nr. 20). Augsburg: Universität Augsburg. (Online: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_20.pdf, Stand: 16.09.2008)
  • Ganz, A. & Reinmann, G. (2007). Blended Learning in der Lehrerfortbildung - Evaluation einer Fortbildungsinitiative zum Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht. Unterrichtswissenschaft, 35 (2), 169-191.
  • Reinmann, G. & Ganz, A. (2007). Evaluation des Aufbaukurses. Sonderdruck der Intel® Education Group zur Didacta 2007
  • Ganz, A. & Reinmann, G. (2006). „Intel® Lehren für die Zukunft - online trainieren und gemeinsam lernen“: Zwischenergebnisse der Evaluation (Arbeitsbericht Nr. 13). Augsburg: Universität Augsburg. (Online: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_13.pdf, Stand: 02.05.2010)
  • Ganz, A. & Reinmann, G. (2005). „Intel® Lehren für die Zukunft - online trainieren und gemeinsam lernen“: Erste Evaluationsergebnisse des Aufbaukurses (Arbeitsbericht Nr. 9). Augsburg: Universität Augsburg. (Online: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_09.pdf, Stand: 02.05.2010)
  • Reinmann, G. (2005). Intel® Lehren für die Zukunft — online trainieren und gemeinsam lernen: Qualität — Evaluation — Innovation (Arbeitsbericht Nr. 7). Augsburg: Universität Augsburg. Internet: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_07.pdf, Stand: 02.05.2010).

Digitale Medien in Sportverbänden

Expertise für den DOSB

Laufzeit: 01.03.10 bis 30.06.10
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Analyse, Evaluation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Ehrenamt, Expertise, Sport

Ansprechpartner

Gabi Reinmann
Marianne Kamper

Abstract

Im Qualifizierungssystem des organisierten Sports steht man ähnlich wie in anderen Bildungskontexten vor sich verändernden Lehr-Lernanforderungen, für die der Einsatz digitaler Medien neue Lösungen bietet. Die (Weiter-)Qualifizierung von Trainern, Übungs- und Jugendleitern sowie Vereinsmanagern ist ein prototypisches Beispiel für Lehren und Lernen in Non Profit-Organisationen und muss besondere Bedingungen berücksichtigen, die speziell die Arbeit im Ehrenamt mit sich bringen.

Anfang 2010 wurde uns vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) der Auftrag zur Erstellung einer Expertise für den Umgang mit E-Learning in Sportverbänden erteilt. Die Expertise enthält sowohl empirische als auch theoretische Anteile:

  • Die empirischen Anteile bestehen aus einer mehrstufigen Studie, mit der Informationen zum Status quo des E-Learning in den Sportverbänden eingeholt wurden. Durchgeführt wurden ein Web-Seiten-Screening, eine E-Mail-Umfrage sowie Interviews mit ausgewählten Verbänden, die bereits E-Learning-aktiv sind.
  • Die theoretischen Anteile ergeben sich daraus, dass die bestehende Forschungslandschaft zum E-Learning mit den besonderen Erfordernissen des Qualifizierungssystems im organisierten Sport verknüpft wurde. Es wurden Empfehlungen generiert, die sich auf die Planung, Konzeption und Durchführung von E-Learning in Sportverbänden beziehen.

Die Expertise liefert einen Überblick über bisherige E-Learning-Praktiken in Sportverbänden und damit einen Einblick in die Bedingungen für E-Learning in Sport und Ehrenamt. Ein weiteres Ziel der Expertise bestand darin, aus allgemeinen E-Learning-Erkenntnissen und den empirisch eruierten Resultaten in den Sportverbänden sportspezifische Empfehlungen zu entwickeln.

Für die Erstellung der Expertise war die Professur hauptverantwortlich. Partner in diesem Projekt war die Professur für Trainingswissenschaft und Sportinformatik (Prof. Dr. Martin Lames) an der Technischen Universität München.

Literatur

DOSB  Bildung und Qualifizierung – E-Learning für die Qualifizierung im organisierten Sport. Online verfügbar unter: http://www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/arbeitsfelder/Ausbildung/E-LEARNING_DOSB.pdf

Lernen mit Notebooks an der Schule

Evaluation von Notebook-Klassen an der Hauptschule

Laufzeit: 01.01.04 bis 31.12.06
Projektstatus: abgeschlossen
Projekttyp: Analyse, Evaluation
Projekt-Inhalt: Didaktisches Design
Tags: Notebook-Klassen, Schule, Unterricht

Ansprechpartner

Gabi Reinmann

Abstract

Notebook-Klassen gab es bereits 2004 eine ganze Reihe – aber kaum an Hauptschulen, die man bei der Erprobung mobiler Endgeräte vergessen zu haben schien. Eine Hauptschule in Bayern aber sammelte dazu bereits mehrere Jahre Erfahrungen, sodass im Schuljahr 2004/05 drei Notebook-Klassen – eine 7., eine 9. sowie eine 10. Klasse – ein Jahr lang begleitet wurden. Die Notebooks wurden von den Schülern bzw. deren Eltern selbst finanziert.

Literatur

  • Häuptle, E. (2006). Notebook-Klassen an einer Hauptschule. Eine Einzelfallstudie zur Wirkung eines Notebook-Einsatzes auf Unterricht, Schüler und Schule (Dissertationsschrift). Saarbrücken: VDMVerlag Dr. Müller.
  • Häuptle, E. & Reinmann, G. (2006). Notebooks in der Hauptschule. Eine Einzelfallstudie zur Wirkung des Notebook-Einsatzes auf Unterricht, Lernen und Schule: Abschlussbericht. Universität Augsburg. URL: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Notebook-Klassen_Abschlussbericht.pdf (April 2010).
  • Häuptle, E. & Reinmann, G. (2006). Ehemalige Notebook-Schüler in der Aus- und Weiterbildung. Folgestudie zur Studie „Notebooks in der Hauptschule. Eine Einzelfallstudie zur Wirkung des Notebook-Einsatzes auf Unterricht, Lernen und Schule“: Abschlussbericht. Universität Augsburg. URL: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Folgestudie_Ehemalige-Notebook-Schueler.pdf (April 2010).
  • Reinmann, G., Häuptle, E. & Brown, S. (2008). Nachhaltigkeit von Medienprojekten: Nachhaltig-keitsfaktoren und deren Veranschaulichung am Beispiel Notebook-Klasse. In R. Voss (Hrsg.), Innovatives Schulmanagement. Ansätze für ein effizientes Management von Schulen (S. 156-174). Gernsbach: Deutscher Betriebswirte-Verlag.
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